Tamara Hasselblatt - Malerei - Zeichnung - Glas

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'Dunkelheit und Ewigkeit
- Im Gedenken an Elie Wiesel und seine Schicksalsgenossen'

Acryl auf Leinwand 110 x 190

Ausführungen von Tamara Hasselblatt zu diesem Werk finden sich hier, Details unterhalb


Tamara Hasselblatt -  Dunkelheit und Ewigkeit (Acryl auf Leinwand), 110 x 190


Tamara Hasselblatt - Dunkelheit und Ewigkeit - Detail
Tamara Hasselblatt - Dunkelheit und Ewigkeit - Detail Tamara Hasselblatt - Dunkelheit und Ewigkeit - Detail
Tamara Hasselblatt - Dunkelheit und Ewigkeit - Detail




Tamara Hasselblatt:

Zu meinem Bild "Dunkelheit und Ewigkeit - Im Gedenken an Elie Wiesel und seine Schicksalsgenossen" wurde ich durch die Rede von Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel inspiriert. Als Auschwitz- und Buchenwald-Überlebender hielt er sie im Juni in der Gedenkstätte Buchenwald, als er Präsident Barack Obama dorthin begleitete.

Als Elie Wiesel sagte, "I came here … and visit my father’s grave - but he had no grave…" war ich zutiefst erschüttert.

Ich konnte es nicht ertragen, dass die Nazis ihre Opfer auch noch über ihren Tod hinaus entwürdigen konnten.

Sofort entstand in mir das Bedürfnis, seinem Vater Chlomo Wiesel sein Grab zu malen. Da er keines auf Erden bekommen konnte – nach all der unfaßbaren Ungerechtigkeit - habe ich ihm, seiner Frau und Elie Wiesels kleiner Schwester Tzipora ein Grab im Himmel gemalt.

Und nicht nur für ihn, sondern für alle - Juden, Christen, Sinti und Roma, Kommunisten, Sozialisten - die wegen des Terrors der Nazis sterben mußten und kein Grab bekommen haben:

Ich habe einen ganzen Friedhof im Himmel gemalt.

Elie Wiesels Erinnerungen an Auschwitz und Buchenwald, "Die Nacht", ein beeindruckendes, so wenig anklagendes Buch, vertieften meine Bildidee, die direkt durch seine Rede entstanden war - und sich durch meine Recherchen konkretisierte und wuchs.

An meinem Bild "Dunkelheit und Ewigkeit - Im Gedenken an Elie Wiesel und seine Schicksalsgenossen" (1,10 x 1,90m) habe ich mehrere Monate gearbeitet.

In ihm setze ich mich mit dem Schicksal der Inhaftierten von Buchenwald - und damit beispielhaft von allen Insassen der Konzentrationslager auseinander.

Es ist ein großes, anstrengendes Thema: wochenlang hatte ich die von den Amerikanern bei der Befreiung des KZs gemachten Photos von den Überlebenden Buchenwalds in ihren Holzlagerstätten bei mir im Atelier stehen.

In abstrahierter Form habe ich all den Inhaftierten von Konzentrationslagern einen Platz auf meinem Bild gegeben und ein Grab im Himmel.
Gegen das Vergessen.

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